Der liebe Nachbar Teil X

, am 13:35

Wir haben es jetzt schwarz auf weiß: In dieser Location wird es nach dem Schließen der Weinbar keinen Barbetrieb oder ähnliches geben. Das ist die Entscheidung des Hausbesitzers angesichts der Situation mit unserem Lieblingsnachbarn. Wir können das aus seiner Sicht absolut nachvollziehen, denn wer will schon riskieren, dass dieser eine Mieter sich immer wieder über angeblichen Lärm beschwert und auch das nächste Lokal aufgeben muss?

Das bedeutet letztlich die komplette Kapitulation vor den egoistischen Interessen einer Einzelperson gegenüber denen von zahllosen Menschen. Und es bedeutet das endgültige Aus für eine tolle Bar an diesem Standort, unabhängig von den Betreibern. Und nicht zuletzt bedeutet es für uns den Verlust von mehreren Tausend Euro, schließlich haben wir inklusive Abstandszahlung 20.000 Euro in dieses Lokal investiert.

Irgendwas läuft falsch in dieser Stadt, wenn schon eine ruhige Bar wie die unsere weichen muss, weil ein einziger Mieter einen privaten Feldzug führt. Über 500 Menschen haben eine Online-Petition für den Erhalt der Weinbar unterzeichnet. Umsonst. Doch so lange die Paragrafen für krasse Ungerechtigkeiten ohne Sinn, Maßstab und gesunden Menschenverstand sorgen, wird so etwas in der selbsternannten Kulturmetropole immer wieder passieren.

2 Reaktionen zu “Der liebe Nachbar Teil X”

  1. Michael

    Naja, also dass Anwohner sich gegen laute Lokalitäten wehren können ist ja grundsätzlich eine gute Sache, aber dass hier die Weinbar ins Visier geräht ist wirklich unverständlich. Wieso ist es möglich euern Laden zum schließen zu zwingen, während wirklich laute Läden in der Schanze oder an anderen Ecken in St. Pauli tun und lassen können was sie wollen? Gegen die Paragraphen sollte man da nicht hetzen, eher gegen die jenigen, die diese verwalten und die nicht nachvollziehbaren Umsetzungen zu verantworten haben.

  2. Bruno

    Naja, also dass Anwohner sich gegen laute Lokalitäten wehren können ist ja grundsätzlich eine gute Sache, aber dass hier die Weinbar ins Visier geräht ist wirklich unverständlich. Wieso ist es möglich euern Laden zum schließen zu zwingen, während wirklich laute Läden in der Schanze oder an anderen Ecken in St. Pauli tun und lassen können was sie wollen? Gegen die Paragraphen sollte man da nicht hetzen, eher gegen die jenigen, die diese verwalten und die nicht nachvollziehbaren Umsetzungen zu verantworten haben.
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