Große Gewächs-Probe in Hamburg

, am 21:23

Der kleine, faule Ex- St.Pauli- Weinbarbetreiber hatte keine Lust, den 2.Tag der VDP- Veranstaltung im Atlantic mitzuschreiben, also bleibt alles wieder an einem alten Frosch hängen.

Mit seinen Top-3 vom 1. Verkostungs-Tag der Großen Gewächse mit Württemberg, Franken und Rheingau auf der Facebook-Seite der Weinbar Sankt Pauli gehe ich weitestgehend konform. Bei mir war ebenfalls der Götzenberg von Schnaitmann die klare Riesling Nummer eins! Auch die Kollektion von Sauer, Franken, war sehr überzeugend. Juliusspital war auch gut, aber ich fand dann doch Dautel und Aldinger überzeugender. Nicht zu vergessen den Schlossberg von Kloster Eberbach und die Sachen von Spreitzer und Leitz aus dem Rheingau! Dieses Mal ging es zur Probe der VDP-Winzer aus Baden und der Mosel(-Saar-Ruwer). Wir waren wieder sehr fleißig, stoppten meine Notizen am letzten Montag bei Wein 37, so hab ich es gestern auf 54 Probennotizen gebracht! Meine Top 3: Karthäuserhof, die auch einen endgeilen 2009er Karthäuserhofberg GG präsentierten. Schloss Lieser mit den beiden GG Niederberg Helden und Juffer Sonnenuhr, wobei die Sonnenuhr schon etwas offener und fruchtiger war. Clemens Busch, mit allen seinen vier Lagenweinen: so wild, kräuterig und würzig in der Aromatik! Aus Baden war natürlich Huber top, wobei ich mit Kate Ring einer Meinung bin: irgendwat an deutschen Spätburgundern gefällt uns nicht, sei es diese leichte Erdbeernote mit Reifung oder was auch immer, da bleibt der Grenouille lieber bei seinen geliebten Froggiweinen aus der Bourgogne! Sehr stark bei den Weißen der Schlossberg GG Graubi von Dr. Heger! 100% neues Barrique, extrem dicht, cremig, floral mit einer enormen Länge im Abgang, der schrie förmlich nach korrespondierendem Essen! Und was war sonst? Bei Dr. Loosen erschließt sich mir die Philosophie nicht recht………………, sechs GG, aber alle ohne viel Rieslingspannung, eher gastronomisch gehalten. Und natürlich: Der Bitburger-Erbe: Van Volxem hatte ne starke Kollektion dabei, 3mal 2014 wirklich gut und dann auch noch 3mal etwas angereifte Sachen. Wer aber Dinge absondert wie: Dönnhoff ist gegen Molitor nicht mehr als ein Kräutergarten, der hat sich für mich als nicht ganz ernst zu nehmen disqualifiziert! Auch die Hermannshöhle wurde von den preußischen Steuerbehörden schon vor mehr als 100 Jahren als eine der besten Einnahmequellen angesehen und dementsprechend taxiert. Aber egal, hat für Unterhaltung gesorgt, er hat es ja eigentlich so gar nicht nötig! Unser hoffnungsvoller Prospect begleitete mich dann noch zu meinem Abendessen in einem neuen türkischen Grill an der S- Bahn Harburg Rathaus, denn was braucht MANN nach einem so anstrengendem Nachmittag? Genau! Fleisch! C. Grenouille

Einen Kommentar schreiben